Schon mit 20 wurde er zum General ernannt. Danach kletterte er die militärische Karriereleiter hoch, wie kaum ein anderer seines Berufsstandes. Im Großen Türkenkrieg (1683–1699) zählte er im Dienste des habsburgerischen Hauses Österreich zu den wichtigsten Figuren bei der Rückeroberung Budapests. 1687 feierte er als Kavallerieführer bei Mohács seinen ersten Schlachtensieg, der zweite folgte 1697 bei Zenta. Bereits davor hatte er sich als junger Oberstleutnant bei der Schlacht am Kahlenberg ausgezeichnet. Zu den Top Ten der namhaftesten Feldherren aller Zeiten stieg er aber erst durch die legendäre Schlacht von Belgrad auf, in der er in beinahe aussichtsloser Lage dennoch den Sieg gegen die schon wieder angerückten Osmanen davontrug. Die dritte Schlacht von Winterfell? Nichts dagegen! Danach: Ende Gelände. Schluss, aus, Mickymaus. Zwei Jahrzehnte lang kriegstechnische Ruhe. Und das war damals ein verdammt langer Zeitraum.   

Die Rede ist von Prinz Eugen. Oder Eugen von Savoyen, wie er eigentlich hieß. In Frankreich nannte man ihn François-Eugène de Savoie-Carignan. In Italien hörte er auf den klingenden Namen Eugenio di Savoia-Carignano.

Prinz Eugen Statue

Der außergewöhnliche Prinz Eugen

Doch was genau machte diesen seltsamen Prinzen – mal abgesehen von seiner militärisch-strategischen Brillanz – so außergewöhnlich? Die Antwort ist einfach: Er war, wie viele faszinierende Menschen, seiner Zeit weit voraus. Ein Vordenker und Bahnbrecher. Avantgardist, Ideengeber und Wegbereiter. Und von Beginn an ein Outsider, dem sein Außenseitertum völlig egal war. Denn: Wie vielen seiner Zeitgenossen kam es Eugen nicht darauf an, für welches Land er in den Krieg zog. Viel wichtiger waren Ruhm, Ehre und Sold. Als Jüngling, der sich beruflich verwirklichen wollte, bot der Franzose seine Dienste zuallererst Ludwig dem XIV. an. Dieser lehnte aber ab. Begründung: Äußeres Erscheinungsbild. Schmächtiger Körperbau, fahle Haut, unheroische Stumpfnase. Einfach nicht vertrauenserweckend. Rein körperlich betrachtet. Doch das störte ihn nicht die Bohne, Eugen heuerte einfach bei Kaisers Leopold I. an. Und startete steil nach oben. Eine Militärkarriere wie im Bilderbuch.

Vielleicht war es gerade diese Lebenseinstellung, die den Prinzen so erhaben machte. François-Eugène war nämlich nicht nur Militärmensch, sondern ebenso kreativer Bauherr, enthusiastischer Kunstsammler, neugieriger Reisender und einer der einflussreichsten Mäzene seiner Zeit. Er war geschickter Diplomat, Hofkriegsratspräsident und ein überaus mutiges Kerlchen. Im Gegensatz zu den meisten Generälen seiner Zeit verharrte der edle Ritter (Spitzname) nicht auf dem Feldherrnhügel, weit entfernt vom Gemetzel, sondern fightete Jon-Snow-mäßig wacker mit. Seinen Bediensteten gegenüber galt er als so sozial, dass es manchem heutigen Sozialdemokraten die Sprache verschlagen würde. Kurz formuliert: Ein Mann der Superlativen. Eine Art Andy Warhol des 18. Jahrhunderts.

Und sein Ruhm hallt bis heute nach. Noch immer knipsen täglich tausende Touristen das Prinz-Eugen-Reiterdenkmal am Wiener Heldenplatz ab. Im Heeresgeschichtlichen Museum gibt’s einen eigenen Prinz-Eugen-Saal. Eugen ist Namensgeber von Schiffen der österreichischen Marine, der britischen Royal Navy, der italienischen Marina Militar und der deutschen Kriegsmarine. Und in Wien nimmt sich sogar ein Restaurant seines außergewöhnlichen Charakters an. Es heißt Eugen21.

Eugen21 Restaurant Innenansicht

Eugen21 Restaurant Bar

Wenn ich etwas tauge, wenn ich etwas von meinem Handwerk verstehe, namentlich in schwierigen Feinheiten, verdanke ich es dem Prinzen Eugen.

– Friedrich der Große, König von Preußen

Prinz Eugen Statue

So würde der Prinz heute speisen

Die zentrale Frage, nach der sich das originelle Konzept dieser außergewöhnlichen Speisestätte richtet? Wie würde Prinz Eugen wohl im 21. Jahrhundert leben? Und vor allem: Wie würde er speisen? So bietet das Wiener Wirtshaus eine ausgewogene Kombi aus klassischer und moderner Küche an. Traditionelle Kochtechniken werden mit zeitgenössischen vermengt. Wie man sich den kulinarischen Streifzug genau vorstellen kann? Der Wiener Gabelbissen trifft etwa auf den alpinen Seesaibling, der Schweinsbraten matcht sich mit dem Maibock. 

Inspiriert von Prinz Eugens Reisen wird eine spannende Melange aus saisonalen Gerichten und urbaner Wiener Küche angeboten. Die Mischung aus Geschichte und Zeitgeist gibt auch in der Bar den Ton an. Heritage Cocktails wechseln sich mit Drinks aus dem 21. Jahrhundert ab. Das Bier wird selbst gebraut und natürlich darf in einem Hauptstadt-Wirtshaus auch die eine oder andere Wiener Kaffeespezialität nicht fehlen. Die Ansprüche eines Prinzen sind eben hoch. 

Eugen21 Restaurant Logo

Aber auch wir Conversories legen hohe Ansprüche an den Tag. Für das innovative Restaurant haben wir an dessen Website gefeilt. Konkret haben wir dabei das Design entworfen und waren für die Konzeption und Umsetzung verantwortlich.

Eugen21 Restaurant Smartphone Screens

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